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Ist je ein Pharao vom Himmel gefallen??? - ODER -

- gibt es eine historische Erklärung, warum Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer!!!

 

Hier die historisch materialistische Erklärung:

Hervorgegangen aus der Ordnung der Primaten bevölkern wir als Homo sapiens seit ca. 500 Tausend Jahren die Erde. Aus diesen Jäger- und Sammlergesellschaften bildete sich vor ca. 10 Tausend Jahren die ersten sesshaften Agrargesellschaften aus

 

Zur Entwicklung einer urzeitlichen Agrargesellschaft gehörte es, dass die Menschen ihre Produktionsweise, wie das Pflügen der Felder, immer weiter optimierten und somit ihre Ernteerträge erhöhen konnten. Dadurch konnten sich die Bauerngemeinschaften weiter vergrößern.

Diese größer werdenden Bauerngemeinschaften brauchten in der Folge eine kollektive Organisation.

 

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Mehrheitlich verbreitete sich dann eine Agrargesellschaft, die vereinzelt spezialisierte Handwerker hervorbrachten und durch Händler die Waren, Nahrungsmittel und Handwerksprodukte, handeln lassen konnten. Um dieses System besser zu organisieren und zu schützen, entwickelten die Agrargesellschaften eine auf ihrer bäuerlichen Produktionsweise basierenden gesellschaftlichen Überbau von Ingenieuren, Bürokraten und gewählten Führern, die die einzelnen Agrargesellschaften gegenüber anderen vertraten und/oder den Kampf gegen andere Gesellschaften organisierten und mit Hilfe der Bauern führten.

 

Der auf diese Weise kollektiv geregelte Ackerbau der Sippengemeinschaften bildete mehrheitlich eine Gesellschaft aus, in der freie Bauern entweder von einer Art Bürokratie geführt wurden, in der die Führer sich auszeichnen mussten oder gewählt wurden ODER von einer Aristokratie, in der die Führung vererbt wurde.

 

Um weiter zu wachsen, musste eine urzeitliche Agrargesellschaft sich organisieren und die übergeordnete Organisationsebene mit Ernteabgaben erhalten. Diese Form der Gesellschaft, wenn freie Bauern von einer Bürokratie oder Aristokratie geführt werden, wird auch asiatische Produktionsweise genannt. Im Gegenteil zur Sklavenhaltergesellschaft, in der die Erhöhung der Produktion durch Unfreie erarbeitet wurden, sind bei der asiatischen Produktionsweise die Bauern noch freie Produzenten.

 

Bei extensiv genutzten und relativ großen Äckern sind zur Steigerung der Erträge in vom Regen abhängigen Gebieten ein weiterentwickelter Pflug aus Eisen und Zugtiere notwendig ODER in Überschwemmungsgebieten oder Trockenzonen ein technisch optimiertes Bewässerungssystem. Diese Tatsache erklärt auch die geringe Bedeutung der Sklaverei in den orientalischen Gesellschaften. Die asiatische Produktionsweise braucht Menschen, die für diese intensive Art der Landwirtschaft, bei der Erfolg und Misserfolg der Produktion in höchstem Maße von der Sorgfalt der arbeitenden Menschen abhängt, ein eigenes Interesse hat.

 

Verstehen lässt sich diese Herrschafts-Entwicklung also nur, wenn man aus der Perspektive der Produktionsverhältnisse auf die Gesellschaftsentwicklung schaut, das heißt: eine Veränderung der Produktionsform führt irgendwann immer zu einer Veränderung der Gesellschaftsform.

Also: die Erfindung und Optimierung des Pflugs ist eine Veränderung der Produktionsform, der Plug steigert die Produktivkraft eines einzelnen Bauern, d.h. der einzelne Bauer kann in der gleichen Arbeitszeit eine größere Ernte erzielen, und das heißt, die Produktionsverhältnisse hatten sich so verändert, dass die Bauern sich zu Gemeinschaften zusammenschließen konnten, um noch effizienter größere Ernten erzielen zu können. So kommt es durch eine Änderung der Produktionsweise zur Änderung der Gesellschaftsform: von kleinen Bauerngruppen zu umfangreicher organisierten Bauerngruppen.

ODER:

Auch die Optimierung der Bewässerung der Felder, was auch eine Veränderung der Produktionsweise ist, erfordert eine übergeordnete Organisation von Agrargesellschaften.

 

Es wird deutlich, dass sich in den urzeitlichen Agrargesellschaften irgendwann die produzierende Klasse, (mehrheitlich Bauern, vereinzelt auch Handwerker, Händler) der herrschenden Klasse (Bürokraten und Aristokraten) gegenüber stand.

 

In den Anfängen dieser Agrargesellschaften, als die Gruppen noch überschaubar waren, gehörte der gemeinsam bearbeitete Acker der Gemeinschaft. Nach dem sich eine Aristokratie mit Despoten herausgebildet hatte, gehörte das Land, die Felder dem Despoten. Jetzt zahlten die Bauern an den Despoten einerseits eine Art allgemeine Steuer und andererseits wurden sie zu gewissen Arbeitsleistungen verpflichtet. Die Steuerzahlungen und verpflichtenden Arbeitsleistungen sind in der Geschichte der Menschen die erste Form der Ausbeutung, bei der sich eine Herrschaftsklasse einen Teil der Produktion der produzierenden Klasse, hier mehrheitlich Bauern, aneignet.

 

Auch das Reich der Pharaonen war eine Gesellschaft mit asiatischer Produktionsweise mit mehrheitlich bäuerlichen Produktionsverhältnissen: Auf Grund der Nilüberschwemmungen waren die Äcker mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Eine Optimierung der Bewässerung, das bedeutet eine Verbesserung der Produktionsverhältnisse, sorgte für reichhaltigere Ernten im Jahr und somit zu Ernteüberschüssen (für mehr Menschen und die Bezahlung von Bewässerungsfachleuten). Es konnte sich eine bürokratische Klasse herausbilden, deren Hauptaufgabe es war, die Bewässerung zu organisieren, zu überwachen.

 

Aus dieser Beamtenschicht konnte sich wieder eine Gruppe herausbilden, die auf Grund ihrer Erfahrung wusste, wann es am günstigsten war, mit der Aussaat zu beginnen. Aus dieser Elite entwickelte sich eine Priesterkaste und daraus eine Herrscherkaste, die durch einen Pharao geführt wurde, einem Despoten, dessen Herrschaft vererbbar war.

 

Es war kein Himmel über Ägypten, der einen Pharao zum Herrscher machte, es waren mehrheitlich die Bauern, die das Leben der Pharaonen und ihrer Bürokratie und Aristokratie durch ihre Arbeit auf den Feldern ermöglichten, in dem die Bauern Steuern zahlten, Ernten abgaben und unentgeltlich Arbeiten für den Pharao oder seine Führungseliten leisten mussten.

 

Im Grundsatz ist diese Entwicklung zwingend, da kein einzelner Bauer eine Bewässerung und optimale Aussaat so organisieren konnte, dass die gesamte Gemeinschaft gut miteinander funktionierte.

Ein gesellschaftlicher Überbau ist eine natürliche Entwicklung, damit sich eine Gesellschaft ökonomisch weiter entwickeln kann.

 

Die Aufgaben der so herausgebildeten Herrscherklasse umfassen: die Organisation der Bewässerung und alle Bereiche, die über das Leistungsvermögen einzelner Dorfgemeinschaften hinausgehen, zum Beispiel Organisation von militärischen Einheiten, von gewerblicher Produktion, Handel und Wissenschaft und die Organisation von gesellschaftlichen Bauten, die nicht der Bewässerung dienen.

 

Im Laufe der Entwicklung dieser Gesellschaftssysteme eignete sich die herrschende Klasse das Recht auf Macht, Gesetze und Gewalt an.

Damit wurde den Bauern folgendes weggenommen: ihr Recht auf Eigenmacht, ihr Recht auf Mitgestaltung der Gesellschaft und ihr Recht, gegen Ungerechtigkeiten gegen sie selbst Macht auszuüben.

 

Die herrschenden Eliten, wie Bürokraten und Priester, die nicht mehr ihr ganzes Leben und damit auch ihre Lebens- und Arbeitszeit auf den Feldern für Ernten „aufbrauchen mussten“, konnten ihre Lebenszeit mit dem Studium der Verhältnisse von Sonne, Mond und Sternen, mit dem natürlichen Ablauf der Fluten einsetzen und später dann auch mit der Entwicklung einer Schriftsprache, die die Organisation der bäuerlichen Produktionsklasse von Nutzen war. Die herrschende Klasse hatte irgendwann so viel Zeit „übrig“, dass sie andere Themen für ihre Bildung fand und dieses „andere, neue Wissen“ nutzte, um sich weiter von der produzierenden bäuerlichen Klasse zu entfernen. So entstand eine zwei Klassengesellschaft, deren einzige Verbindung war, dass die herrschende Klasse auf Kosten der arbeitenden, bäuerlichen Klasse ein Leben führte, dass die herrschende Klasse mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigte.

 

Betrachten wir heute „bewundernd“ die Tempel, Paläste und die pompösen Grabmäler der Pharaonen, Priester und Beamten des damaligen Ägyptens, dann müssen wir uns bewusst machen, dass das, was wir da bewundern, geschaffen werden konnte, weil vornehmlich Bauern die Felder am Nil bestellt hatten und somit das Leben und Sterben dieser herrschenden Klasse mit ihrer Arbeit ermöglicht haben.

 

 

Asiatische Produktionsweise:

In der neueren marxistischen Diskussion wird davon ausgegangen, dass sich Gesellschaften mit asiatischer Produktionsweise direkt aus der Urgesellschaft entwickelt haben. Sie sind universell verbreitet. Dagegen haben sich Sklavenhaltergesellschaften und feudale Gesellschaften nur in wenigen Regionen der Erde und unter ganz spezifischen Bedingungen entwickelt. (Zitat Wikipedia aus: Asiatische Produktionsweise)

 

 

Für diejenigen, die mehr zu den Themen „Asiatische Produktionsweise“, „Sklavenhaltergesellschaft“ und „Gesellschaftsformationen“ lesen möchten, habe ich die Artikel aus Wikipedia in ein PDF-Dokument kopiert. Diese Artikel sind aus der historisch materialistischen Perspektive auf die Gesellschaft geschrieben und deshalb besonders lesenswert.

 

 

Diejenigen, die noch mehr zu diesen Themen lesen möchten:

Lewis Henry Morgan: Die Soziale Organisation der Irokesen und anderer indianischer Völker aus: Die Urgesellschaft

Karl Marx: Marx-Engels-Werke Bd 9 und Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie

Friedrich Engels: Der Ursprung der Familie

Ernest Bornemann: Das Patriarchat

 

 


100 Jahre: Wahlrecht für Frauen

Das Wahlrecht für Frauen war in den westlich geprägten Gesellschaften KEINE Selbstverständlichkeit.

Frauen haben in unterschiedlichster Weise dafür gekämpft, dass sie sowohl wählen gehen können (aktive Wahlrecht) - als auch selbst gewählt werden können (passive Wahlrecht).

1918 (am 30.November 1918) sind es in Deutschland: 100 Jahre FrauenWahlRecht!

DOCH !!!

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Während des Hitlerfaschismus fand unter den Nationalsozialisten ein Rückschritt hinsichtlich des Frauenwahlrechts statt. Es wurde entschieden, Frauen weder in die Parteiführung noch in die leitenden Ausschüsse zu integrieren, das heißt, Frauen konnten sich nicht mehr zur Wahl stellen. Nach der Machtübernahme im Jahr 1933 wurden die Rechte der Frauen weiter eingeschränkt, indem man sie z. B. aus höheren Positionen verdrängte. Die Rolle als Hausfrau und Mutter war im Hitlerfaschismus die einzige Berechtigung die den Frauen zugestanden wurde. Das passive Wahlrecht wurde den Frauen komplett entzogen.

Hier und Jetzt ein Danke an alle Frauen und Männer, die dafür gekämpft haben, dass Frauen wählen können.

In der angefügten Liste über das FrauenWahlRecht weltweit, erschließt sich, wann und wo durch Frauenbewegungen das Frauenwahlrecht zuerst erkämpft wurde.

Mehr Infos zum Wahlrecht für Frauen und Männer im Blog.


Berühmte LegasthenikerInnen

 

 

Agatha Christie (1890-1976, englische Krimiautorin)
Albert Einstein (1879 - 1955, deutscher Physiker, Entdecker der Relativitätstheorie)
Alfred Hitchcock (1899-1980, britischer Filmregisseur und Filmproduzent, besonders von Krimis)
Auguste Rodin (1840 - 1917 französischer Bildhauer "die Bürger von Calais", "Der Kuss")

 

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Benjamin Zephaniah (Dichter, Musiker, Schriftsteller)
Bill Hewlett (Mitgründer von Hewlett-Packard)
Charles Darwin (1809 - 1882, britischer Naturforscher und Erfinder der Evolutionstheorie)
Cher (Sängerin)
Cherno Jobatey (deutscher Fernsehmoderator)
Dustin Hoffman (amerikanischer Filmschauspieler)
Ernest Hemingway [1899 - 1961, amerikanische Schriftsteller]
Ferdinand Piëch (Porsche-Enkel und Vorsitzender der VW AG)
Franklin D. Roosevelt (1882 - 1945, amerikanischer Präsident)
Galileo Galilei (Physiker, Astronom, Philosoph)
Hans Christian Andersen (1805 - 1875,dänischer Schriftsteller)
Hugues Aufray (französischer Sänger)
Ingvar Kamprad (Ikea-Gründer)
Jack Nickolson (Schauspieler)
Jackie Stewart (Formel 1 Fahrer und Weltmeister)
Jan de Bouvrie (Möbel-Designer)
Johannes Gutenberg (zwischen 1397 und 1400 -1468, Erfinder der Buchdruckkunst)
John Irving (US-amerikanischer Romanautor)
John Lennon (englischer Musiker; einer der vier Beatles)
Jules Verne ( Autor, und Schriftsteller)
Jürgen Fliege (evangelischer Pfarrer, Autor, TV- und Radiomoderator)
Karl XVI. Gustaf (König von Schweden)
Keira Knightley (Schauspielerin)
Leonardo da Vinci (1452-1529, italienischer Bildhauer, Maler, Architekt, Ingenieur und Forscher)
Lord Richard Rogers (Architekt Centre Georges Pompidou, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg)
Ludwig van Beethoven ( Musiker, Komponist)
Michael Jackson (amerikanischer Pop-Sänger)
Mozart (Musiker, Komponist)
Napoleon Bonaparte [1769 - 1821, französischer Feldherr und Kaiser]
Nigel Kennedy (Violinen Virtuose)
Orlando Bloom ( Schauspieler )  
Pablo Ruiz Picasso (Künstler, Maler)
Reinhard Mey (Liedermacher)
Robbie Williams (Sänger)
Sir Steven Redgrave (Olympia-Ruderer)
Steven Hawkins (Astro-Physiker in Cambridge, England)
Steven Spielberg (amerikanischer Filmregisseur von z.B. E.T., Schindlers Liste)
Thomas Edison (Erfinder der Glühlampe)
Victoria von Schweden (Kronprinzessin)
Walt Disney (1901 - 1966, amerikanische Trickfilmproduzent, Susi und Strolch, Bambi, Dumbo)
Whoopi Goldberg (Schauspielerin)


FILME

zum Thema Gleichheit und Ungleichheit der Menschen:

Film-Doku: Die Ware Mensch - von Ausbeutung und moderner Sklaverei - Planet Wissen

 

Kurzbeschreibung:

 

Bauarbeiter, die um ihren Lohn geprellt werden. Arbeiterinnen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen Textilien für den Weltmarkt herstellen. Kindersklaven, die Rohstoffe abbauen für Smartphones und Computer.

 

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Die Formen extremer Arbeitsausbeutung und Sklaverei sind vielfältig und es gibt sie auch bei uns. Studiogast Letitia Matarea-Türk berät für die Organisation „Faire Mobilität“ Beschäftigte in Deutschland, die von massiver Ausbeutung betroffen sind. Der Historiker Prof. Michael Zeuske erforscht die vielen unterschiedlichen Facetten der Sklaverei weltweit, von der Vergangenheit bis zur Gegenwart.

Prof. Dr. Michael Zeuske: „Wir werden die Sklaverei nicht weg bekommen, solange mit irgendwas, selbst mit Körperteilen oder mit Kindern oder mit Menschen, Profite erzielt werden können.“

Laut Prof. Dr. Michael Zeuske gibt es 6 Systeme der Sklaverei:

 

1.

Die noch verbliebenen Reste der klassischen Sklaverei, die sich heute weniger auf den Feldern befindet, sondern mehr in den Häusern

2.

Schuldsklaverei, bei der es durchaus Verträge gibt

3.

Kindersklaverei

4.

Zwangsprostitution

5.

Zwangsehe

6.

Ritual- und Kultsklaven, wie im indischen Dalit-System (mehr dazu: https://menschenhandelheute.net/2013/09/09/der-yellamma-kult-tempelprostitution-in-indien-gesetzesverbot-wird-ubergangen/)

 

 

 

 

 


FILM-Doku: : Kenia Das Dorf der Frauen

360° Geo Reportage: Kenia Das Dorf der Frauen Doku (2006 ) - 2017

 

 

Kurzbeschreibung:

 

1990 gründete Rebecca Lolosoli, vom Stamm der Samburu (in Kenia), ein Dorf nur für Frauen in Kenia. Sie nannte das Dorf Umoja, das heißt Einheit. In diesem Dorf finden Frauen Zuflucht, wenn sie von ihren Männern oder Familien verstoßen wurden. Der häufigste Grund für den Verstoß der Frauen ist, dass sie von anderen Männern vergewaltigt wurden.

 

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Es gibt für die Frauen im Dorf Umoja zwei wichtige Regeln:

-        Einander zu respektieren, auch wenn eine Frau etwas falsch gemacht hat, darf sie NICHT angeschriehen werden.

-        Und jede Bewohnerin besitzt eigenes Vieh, 6 Ziegen und ein Bock, die von dieser kleinen Herde neu geborenen Jungtiere werden an die Dorfgemeinschaft abgegeben.

Frauenrechte beim Stamm der Samburu und in Kenia gibt es nicht. Frauen, wenn sie unverheiratet sind als ein NICHTS zählen und wenn sie verheiratet sind, gehen sie in das Eigentum des Ehemanns über, so wie das Vieh, dass ein Mann erwerben kann.

Frauen steht in Kenia keinen Besitz zu, weder eine noch so kleine Viehherde, weder Grundbesitz wie Land und Häuser. Damit ist den Frauen traditionell es unmöglich gemacht, sich selbst zu versorgen. Die Kinder in Kenia sind Teil des Wohlstandes der Männer, d.h. sie sind damit auch Teil ihres Besitzes.

 

Im Dorf Umoja wurde diese gesellschaftliche Regel aufgehoben.

Frauen haben hier Besitz in Form eines Hauses und einer Herde.

Frauen gehören sich hier selbst.

Frauen verdienen ihr eigenes Geld als Angestellte des Dorfes mit selbstgemachtem Schmuck.

Frauen verwalten ihre Gemeinschaft selbst.

Frauen sorgen für die Bildung ihrer Kinder.

Mädchen in Umoja werden nicht beschnitten.

 

Vom größten Teil der Menschen des Stammes Samburu werden die Frauen aus dem Dorf Umoja wie Aussätzige behandelt und als eine Gefahr bezeichnet.

 

Doch die ersten Männer, oft sind es die Söhne der Umoja-Frauen, beginnen die Frauen in Umoja zu unterstützen. Oft nicht öffentlich, da sie Angst vor Repressalien haben. Doch die Unterstützer werden immer mehr.

 

“Männern ist es verboten im Dorf zu leben, aber sie können uns jederzeit besuchen, solange sie unsere Regeln befolgen“, sagt Rebecca Lolosoli, Gründerin von Umoja.

 

Ein sehenswerter Film, in dem wunderbar zu sehen ist, wie selbstbewusst Frauen sind, wenn sie ökonomisch unabhängig sind. So können sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen.

 

Unterstützt werden die Frauen von Umoja von TERRE DES FEMMES:

https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/flucht-und-frauenrechte

 

Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V.

http://www.fk-umoja.org/

 

Homepage Umoja

http://www.umojawomen.or.ke/

 


FILM-Doku: Khasi - Im Land der Frauen - Matriarchat

 

Fim-Kurzbeschreibung:

 

Der Film über die matrilinearen Gesellschaft der Khasi, die unter anderem im Nord-Osten Indiens, den Vorläufern des Himalaya, in Meghalaya lebt, zeigt den Unterschied zwischen einer matrilinearen (oder schon matriarchalen!) Gesellschaft zu unserer westlichen, eindeutig patriarchalen Gesellschaft.

 

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Kha-si heißt, von einer Mutter geboren.

 

Da der Besitz bei den Khasi dem weiblichen Oberhaupt der Familie gehört, die Kinder zu ihren Müttern gehören und deren Namen tragen, die Männer, bei Heirat, den Namen der Frauen annehmen, die Männer keinen Besitz haben, bei der Trennung die Männer das Haus verlassen müssen, ohne materielle Forderungen stellen zu können, eine Familie mit nur Söhnen als unglücklich gilt, lässt sich hier durchaus der Begriff für diese Gesellschaftsform als eine Herrschaft der Frauen, ein Matriarchat, bezeichnen.

 

Anders als im Patriarchat ist es bei den Khasi so, dass zwar Töchter mehr wert sind als Söhne, aber keine Söhne ausgesetzt werden, und die Schulbildung für Töchter und Söhne absolut gleich ist. Die Vergewaltigung oder ein sexueller Missbrauch von Mädchen und Frauen bedeutet bei den Khasi, die Frauen nicht zu achten und der Vergewaltiger fügt der Gesellschaft dadurch einen Schaden zu.

 

Ein Film, der erzählt, wie eine von Frauen geführte Gesellschaft sein kann. Leider erzählt der Film nur wenig darüber, was diese Gesellschaftsform mit den Männern macht.

 


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