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Kinderrechte WeltWeit?!

18. April 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Kinderrechte, Bildungssystem und seine Krankheiten

Immer wieder werde ich damit konfrontiert, dass sich Eltern schuldig fühlen, wenn ihre Kinder scheitern.

Mir ist bewusst, dass wir in einer Gesellschaft leben, die kein Interesse daran hatte und hat, dass alle Kinder erfolgreich sind. Diese Gesellschaft war und ist eine auf persönlichen Profit ausgerichtete Gesellschaft.

Die Losung, die die auf persönlichen Profit ausgerichtete Gesellschaft ausgibt: <Jeder kann es schaffen>, bewahrheitete sich NICHT: Mittlerweile gehören <1% der Menschen der Gesamtbevölkerung der Erde> <50 % des gesamten WeltVermögens>. Die Verarmung der restlichen 99% der Menschen der Gesamtbevölkerung wird immer größer.

Unter einem humanistischen Deckmantel wurden am 20.11.1989 den Kinder der Welt MenschenRechte zugestand!!!

Von der politischen Perspektive aus betrachtet, ist es richtiger zu sagen, dass die auf persönlichen Profit ausgerichtete Gesellschaft jetzt mehr von den besser ausgebildeten Kindern brauchte.

 

Hier die Rechte, die die Menschenkinder jetzt politisch haben:

- Jedes Kind hat das Recht auf -

- Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Rasse, Religion, Herkunft und Geschlecht

- einen Namen und eine Staatszugehörigkeit

- Gesundheit

- Bildung und Ausbildung

- Freizeit, Spiel und Erholung

- Information, Anhörung und das Recht, sich zu versammeln

- eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens

- sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung

- eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause

- Betreuung bei Behinderung

 

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor 26 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedet und so nach und nach von fast allen beteiligten Ländern ratifiziert.

Beim Weltkindergipfel (29.09. – 30.09.1990) verpflichteten sich fast alle Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zur Anerkennung der Kinderrechtskonvention.

AUSSER!!!

Südsudan, der Vertreter dieses Landes hat die Konvention nicht unterzeichnet.

USA und Somalia, die Vertreter dieser Länder haben unterzeichnet, doch die Länder sind der Konvention nicht beigetreten.

In diesen drei Ländern haben die von der Weltgemeinschaft beschlossenen Kinderrechte keine verpflichtende Bindung.

 

Die Kinderrechtskonvention hat 54 Artikel und legt zusammenfassend fest:

Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen.

Die optimale Versorgung und Ausbildung der Nachkommen der Menschen ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft und darf nicht von den einzelnen Eltern alleine getragen werden müssen.

 

Die in unserer Gesellschaft entstandenen „Problemkinder“ erinnern uns daran, dass etwas in unserer Gesellschaft NICHT stimmt.

UrGesellschaften haben keine „Problemkinder“.

Sehr lesenswert ist dazu das Buch von Jean Liedloff:

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück - Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit

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Die Entwicklung des Bildungssystems

15. April 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Kinderrechte, Die Theorie des Lernens X/X, Bildungssystem und seine Krankheiten

In der noch jungen Wissenschaft der Hirnforschung konnten viele alte, in der Medizin (in deren Vergangenheit) für gültig erklärten Abläufe, widerlegt und damit korrigiert werden und einige durch Beobachtung erkannten Abläufe bestätigt werden.

Folgende MEDIZINISCHE ANNAHME hat sich als UNZUTREFFEND erwiesen: <wenn das Gehirn sich einmal entwickelt hat, dass es sich dann nicht mehr verändert>.

Diese MEDIZINISCHE ANNAHME bedeutet in ihrer Anwendung, dass ein Mensch nach Beendigung seiner Hirnentwicklung NICHTS mehr hätte dazu lernen können!?

Die HIRNFORSCHUNG hat mittlerweile NACHWEISEN können, dass der Mensch lebenslang lernt. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich neurale Verschaltungen und synaptische Verbindungen während eines gesamten Menschenlebens verändern und reorganisieren. Das Fachwort dafür ist: Neuroplastizität des Gehirns.

Für das Bildungssystem sollte diese Erkenntnis eine neue Ausrichtung zur Folge haben: Mit der Erkenntnis: JEDER Schüler kann lernen!, sollte eine ehrliche Überprüfung der derzeitigen Lehrabläufe beginnen können.

Die Hirnforschung kann mittlerweile nachweisen, dass Lernen unter Angst und Stress nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist!

Gut zu wissen ist, dass das Bildungssystem sich immer wieder neuen Erkenntnissen angepasst hat, wie z.B. dass das auf Schüler einprügeln NICHT mehr gestattet ist. Das wurde in Deutschland auf Grund von psychologischen Erkenntnissen und humanistischen Gründen (durch Beobachtung gemachte Erkenntnisse) in den 1960er und 1970er Jahren in Schulen verboten. Seit 2000 sind in Deutschland Körperstrafen in der Kindererziehung verboten.

Und so kann das Bildungssystem sich auch an die neuen LernErkennisse der Hirnforschung anpassen. Diese Anpassung ist bereits im Gange. Auch wenn es uns manchmal als zu langsam erscheint, es wird sich im Laufe der Zeit immer mehr optimieren.

Die Optimierung des Bildungssystem wird so lange dauern werden, bis Kinder auf der ganzen Welt nicht mehr ausgebeutet werden und sich frei und gleichwertig zu verantwortungsvollen Erwachsenen ausbilden, die die Erde, auf der wir alle leben, achten und mit den Ressourcen verantwortungsvoll umgehen.

Bei meinen Ausführungen verfolge ich lediglich ein pädagogisches, humanistisches Interesse. Mir ist wohl bewusst, dass das herrschende System, das den persönlichen Profit verfolgt, und deren politischen Vertreter derzeit kein Interesse an einem gleichwertigen Bildungssystem haben.

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Äußere Eindrücke als „Spuren“ im Gehirn

01. April 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Die Theorie des Lernens X/X

Das menschliche Gehirn wiegt etwa 1,4 KG, macht ca. 2% des Körpers aus und verbraucht 20% der Energie des gesamten Körpers. Es ist ein evolutionärer Luxus: Da es dem Menschen während seiner evolutionären Geschichte den Nachteil einbrachte, um es zu füttern, für 20% mehr Nahrung zu sorgen, wird das Luxusgehirn bei der menschlichen Entwicklung einen Vorteil gehabt haben.

Der Vorteil eines menschlichen Luxusgehirns liegt darin, dass der Mensch nicht auf eine einzige Sache spezialisiert ist, wie z.B. Eisbären, die ihr Leben für die Kälte angepasst haben.

Der Mensch kann sich, weil er dieses Luxusgehirn hat, den verschiedensten Umgebungen und Aufgaben stellen.

Das menschliche Luxusgehirn ist für das Lernen, für Anpassung optimal geschaffen.

Dabei hinterlassen äußere Eindrücke Spuren im Gehirn oder anders ausgedrückt: die wahrgenommene Außenwelt wird im Gehirn durch Neuronen repräsentiert und wieder abrufbar gemacht.

So werden alle Erinnerungen, ob Bild, Ton, Gefühl … und die daraus entstandenen Erkenntnisse, Werte, Fähigkeiten … durch Neuronen im Gehirn repräsentiert. Einfach formuliert: eine Handlung wird gemacht und gleichzeitig wird ein Neuron aktiviert. Ein meist optimaler AnpassungsAblauf.

Körperlich empfundene Faktoren wie Müdigkeit, Angst, Stress … und äußerliche Faktoren wie Alkohol, Medikamente, Psychopharmaka, Psychostimmulanzien … SCHRÄNKEN die Fähigkeit des Gehirns EIN, sich-immer-wieder-optimal-anpassen-zu können.

Auch unter diesen Faktoren gemachten Erfahrungen hinterlassen Spuren im Gehirn und werden Teil der Persönlichkeit.

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Das alte Denkmodell und aktuelle Erkenntnisse aus der Hirnforschung

29. März 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Die Theorie des Lernens X/X

Nach der alten Vorstellung, wie Denken funktionieren könnte, formulierte man die Begriffe des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses.

In der Schule wurde für so mache Klassenarbeit das Kurzzeitgedächtnis zum Einsatz gebracht, damit der abgefragte Inhalt gut abrufbar war …

… darüber hinaus hatte man die Vorstellung, wenn man nur intensiv genug Wissen in das Kurzzeitgedächtnis transferiert, dann wandert es von alleine in das Langzeitgedächtnis …

Doch, dass wissen die Hirnforscher jetzt, so funktioniert es NICHT.

 

Die Hirnforschung teilt die Art der Hirnleistung in Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungstiefe auf.

Das Arbeitsgedächtnis hat eine begrenzte Kapazität. Damit lassen sich Zahlenabfolgen, Wörter, Sätze für ein paar Sekunden speichern, damit sie gleich wieder für eine Handlung abgerufen werden können. Z.B. das Ablesen einer Telefonnummer um diese dann am Telefon zu wählen.

Auch sprechen und verstehen wird im Arbeitsgedächtnis verarbeitet. Hier behält das Arbeitsgedächtnis den Anfang des Satzes solange in Erinnerung bis der Betreffende bis zum Ende den Satz gehört oder gelesen hat, dann bleibt der Inhalt nur noch als ein sinnvoll gemachtes Ereignis im Gedächtnis.

Das Arbeitsgedächtnis „hantiert“ immer im Gegenwärtigen mit den neuen Reizen oder Erkenntnissen und versteht sie oder verknüpft sie mit anderen Erkenntnissen oder formt daraus etwas Neues.

Die Verarbeitungstiefe und damit die Spuren im Gedächtnis entstehen, wenn man sich mit einem Thema intensiver beschäftigt. Das heißt, das Arbeitsgedächtnis beschäftigt sich von mehreren Seiten mit dem Thema: es dreht und wendet, ordnet und verknüpft neu, formuliert neue Erkenntnisse und Anwendungsgebiete, macht Entdeckungen, stellt neue Hypothesen auf … Dann wird alles in Lebensprozessen eingebunden betrachtet und führt so zu Vernetzungsspuren im Gehirn, d.h. zum Behalten von Inhalten.

Deshalb schreiben Schriftsteller sich ihre Gedanken sofort auf. Denn diese Neubildung ihrer Idee für einen Text befindet sich nur im Arbeitsspeicher. Wenn sich der Schriftsteller mit dem Gedanken nicht weiter beschäftigt, ist er nach ein paar Sekunden „gelöscht“, also weg.

 

 

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Das alte Denkmodell und aktuelle Erkenntnisse aus der Hirnforschung

AKTIVES Lernen ist Anpassung an Veränderung.

26. März 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Die Theorie des Lernens X/X

Lernen! nach dem Schulabschluss? muss DAS sein!?

ODER: warum sollte sich ein Mensch, der nicht mehr zur Schule-usw geht, mit der Theorie des Lernens beschäftigen??!

Irgendwann ist irgendwie die Vorstellung entstanden, dass, wenn man mit Schule-Ausbildung-Studium durch ist, dann!! hört das Lernen endlich!!! auf …

Doch EIGENTLICH hört nur das PASSIVE Lernen auf …

… wir sind deshalb so erleichtert, weil das PASSIVE Lernen NICHT der GrundFunktionsweise unseres Gehirns entspricht. Es ist eine LernKrücke, mit der sich die Kinder und Jugendlichen abfinden müssen, bis sie nach Schule-Ausbildung-Studium wieder ganz im AKTIVEN Lernen sind.

AKTIVES Lernen ist z.B.:

- Die Kollegin / Den Kollegen fragen: „wie geht hier bei euch dieser oder jeder Ablauf…“, dann solange probieren, bis man selbst den Ablauf kann, so dass es für den Gesamtbetrieb passt…

- Einen Urlaub planen, ausprobieren, wie ein Flug online gebucht wird, probieren, wie man eine Sofortüberweisung macht, damit klar kommen, wenn dabei der Computer abstürzt …

- Ein Rezept von rezept&co.de ausprobieren, dann für den eigenen Geschmack weiter anpassen…

- ODER einen Text lesen, der einen wirklich interessiert, weil er gerade wichtig für das eigene Leben ist …

=> AKTIVES Lernen ist ein Lernen, das in Lebensprozesse eingebunden ist:

AKTIVES Lernen bedeutet … neuen Situationen-Anderem-Unbekanntem-Schrecklichem-Schönen-anderen Menschen-anderen Ländern-anderen Kulturen-usw zu BEGEGNEN und DAMIT KLAR zu KOMMEN, d.h. sich selbst so zu optimieren, das die neuen Situationen für einen selbst wieder vertraut werden.

=> je öfter ein Mensch sich NEUEN Situationen stellt um so leichter und schneller kann sein Gehirn das NEUE zu etwas BEKANNTEM-VERTRAUTEM verarbeiten.

=> je größer die Erfahrung eines Menschen ist, NEUES erfolgreich in VERTRAUTES zu verarbeiten umso mehr kann er darauf vertrauen, dass er das mit jedem NEUEN schaffen kann. Die Angst vor dem NEUEN nimmt ab oder schwindet ganz oder der Mensch freut sich sogar darauf, NEUEM zu begegnen …

Dagegen ist PASSIVES Lernen (z.B. Frontalunterricht in der Schule) von den Lebensprozessen entkoppelt, deshalb ist diese Form des Lernens so ANSTRENGEND und so WENIG nachhaltig.

Einige Kinder schaffen es nicht, mit der LernKrücke: PASSIVES Lernen, klar zu kommen und bleiben oft in der Schule auf der Strecke und später im Leben, wenn es um das AKTIVE Lernen geht, werden sie erfolgreich, mit dem was sie tun.

AKTIVES Lernen ist Anpassung an Veränderung.

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WorkShop-Leitung

Margarete Menzel

info(at)stadtindianer-verlag.de

 

 

Wer schreibt hier?

Mein Name ist Margarete Menzel und ich schreibe hier über: Fortschritte und Rückschritte der Menschen auf dem Weg in die Gleichberechtigung für alle Menschen.

Es sind Berichte, im Kleinen und Großen, über Schritte, vorwärts und rückwärts, der Begegnungen auf Augenhöhe, international, zwischen Menschen und Menschen – und – Menschen und Umwelt.

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