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Lernen, ein aktiver Vorgang

24. März 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Die Theorie des Lernens X/X

Aus irgendwelchen Gründen, wurde irgendwann unterschieden, zwischen Laufen-, Sprechen-, Essen-lernen UND Wissen-lernen.

Mark Twain sagte einmal: „Wenn die Menschen gehen und sprechen lernten in der Art, wie man ihnen beibringt zu lesen und zu schreiben, dann würde jeder hinken und stottern.“

Laufen- und Sprechen-lernen findet in der Aktivität statt, deshalb wird das so erfolgreich gelernt.

Lesen- und Schreiben-lernen findet in der Passivität statt: hier ist ein Mensch, der den Kindern sagt, „so hört es sich an“, „so sieht es aus“ … . Dieser Mensch schafft Rahmenbedingungen in denen die Kinder hören und sehen, wie etwas ist, doch sie sind nicht aktiv im Lesen-, Schreiben und RechnenMitZahlen-lernen, der Bezug zum Sinn, warum sie dies tun sollen, ist abgeschnitten.

Laufen in der Aktivität bedeutet, ein Kind sieht einen Gehenden, sieht, wie das funktioniert, will das auch können, und versucht aufrecht zu gehen und fällt und steht auf und fällt und steht auf …. bis das es nicht mehr fällt …

Das Fallen, der „GehFehler!“, ist ein ganz wichtiger Teil beim GEHEN-LERNEN. Oder anders gesagt, ohne IRRTÜMER ist lernen NICHT möglich.

LERNEN, egal um welches LERNEN es sich handelt, ist: so lange auszuprobieren, bis es in einer Form passt, mit der der Lernende selbst zufrieden ist.

Lesen in der Aktivität würde bedeuten, ein Kind sitzt neben einem Lesenden, sieht, wie dieser liest, will das auch können und bekommt gezeigt, wie lesen funktioniert … und probiert so lange, bis es passt …

Schreiben in der Aktivität würde bedeuten, ein Kind sitzt neben einem Schreibenden, sieht, wie schreiben aussieht, will das auch können und bekommt gezeigt, wie schreiben funktioniert… und probiert so lange, bis es passt …

USW …

Jetzt könnte man denken, ooh neee …, was für ein Zeitaufwand …

… dann erinnere ich hier: wie viel Freude bereitet doch der Zeitaufwand einem Kind das Gehen beizubringen …. wie viel Freude bereitet doch der Zeitaufwand einem Kind das Sprechen beizubringen …

… ABGESEHEN DAVON, dass die meiste LernLeistung des Kindes dabei in Abwesenheit des „Lehrenden“ stattfindet.

Ideales LERNEN, nachhaltig fürs Langzeitgedächtnis, passiert als ein aktiver Vorgang, der sinnvoll in das eigene Leben passt.

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Das Gehirn ist ein LernOrgan.

23. März 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Die Theorie des Lernens X/X

In meiner Vergangenheit hatten wir in Mathematik „Gleichungen mit einer Unbekannten“:

Der Lehrer schrieb eine Gleichung an die Tafel, eine Zeile nach der anderen, am Ende stand dann, „X=5“.

Einer meiner Mitschüler hatte an dieser Stelle ein Aha-Erlebnis, er notierte sich sofort in seine Unterlagen, laut sprechend, „… dann ist X immer 5“. Er war der Einzige, der diesen Rückschluss zog. Mit seinem zu diesem Zeitpunkt vorhandenen VorWissen, ist er auf diese Erkenntnis gekommen.

Egal was hier sonst noch angenommen werden kann …, eines zeigt solch eine Situation, Lernen ist etwas höchst Individuelles.

Die allgemeine Ansicht über das Lernen ist, das Lernen ein passiver Vorgang des Begreifens ist. Also, das ein zu lernender Inhalt lange genug präsentiert werden muss, bis er sich im Kopf irgendwie verfestigt. Das würde dann die Annahme bestätigen, dass nur die richtige Technik gefunden werden braucht und Lernen ginge „von selbst“. ?!?

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft, wissen wir, dass das Lernen im Gehirn stattfindet.

Und diese Wissenschaft erklärt, dass Lernen bei weitem anders funktioniert.

Optimal sollte es ein Angebot von Neuinformationen sein, die den Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechen.

Unser Gehirn speichert, gefiltert nach unseren Fähigkeiten und Bedürfnissen, Erinnerungsspuren in unserem Gehirn ab, die wie flüchtige, veränderbare Verbindungen zwischen Nervenzellen nachweisbar sind.

Wichtig: sie sind ständig veränderbar!

Lernen ist die ständige Anpassung an Veränderungen.

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Was passiert mit Kindern, wenn Eltern in ihrer Gegenwart über sie sprechen?!

23. Februar 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Bildungssystem und seine Krankheiten

Ich sehe immer wieder, mit welch einer Gnadenlosigkeit Eltern in Anwesenheit ihrer Kinder - über ihre Kinder - sprechen!!!!

 

Wenn ich Elterngespräche führe, erkläre ich, warum bei mir in Anwesenheit der Kinder nicht über die Kinder gesprochen wird, als wären sie nicht anwesend. Die Eltern bejahen dies, geben vor, es zu verstehen und machen es trotzdem … ?

 

In einem Fernsehinterview sah ich es gestern wieder: eine Mutter wird in Anwesenheit ihres Sohnes (um die 9 Jahre) zu dessen „ADS-Zustand“ befragt. Und, die Mutter gibt erleichtert Auskunft, wie, als wäre sie dankbar, das die ganze Welt jetzt ihr Dilemma hören kann, dass sie so ein schwieriges Kind hat.

 

Ich konnte deutlich sehen, wie „sch … schrecklich“ sich der Junge fühlte, und das auch noch vor der ganzen Welt. Und seine Mitschüler in der Schule werden ihn es spüren lassen, wie „sch … schrecklich“ seine Mutter ihn findet, vor der ganzen Welt!!!

 

Hier die Argumente, warum Eltern nicht in Anwesenheit ihrer Kinder über sie sprechen sollten, weder positiv noch negativ.

 

Hören die Kinder, wie negativ sich ihrer Eltern bei ANDEREN über sie äußern, dann bekommen sie für sich den Eindruck, dass sie grundverkehrt sind. Schließlich ist ihr „schlimmes Betragen“ so dramatisch, dass sich die Eltern bei ANDEREN darüber erleichtern müssen.

 

Hören die Kinder, wie ihre Eltern sich positiv bei ANDEREN über sie äußern, dann ist es ihnen peinlich, weil sie genau fühlen, dass ihre Eltern ihr eigentliches SEIN nicht herausstellen, sonder „nur“ ein „positives Betragen“.

 

Die Kinder fühlen in beiden Fällen, dass sie nicht gut genug für ihre Eltern sind.

 

Hören die Kinder, wie ihre Eltern achtungsvoll sagen, das ist <Name ihres Kindes>, dann hören die Kinder, dass die Eltern sie achten und dass die ANDEREN gefälligst Achtung vor ihnen zu haben haben.

 

Und JETZT zu den Gefühlen der Eltern: Es ist immer legitim in einer vertrauensvollen Umgebung seine Gefühle zu den eigenen Kindern: wie Hilflosigkeit und Stolz und alles andere …, zu äußern.

Kinder optimal in die Welt zu begleiten ist hier in unserer Gesellschaft eine große Herausforderung. Sich da zu besprechen ist sinnvoll.

Darüber zu sprechen, was verändert werden sollte, damit die Kinder optimal die Welt verstehen, kommt den Kindern und Eltern und Lehrern zu Gute.

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Wieder eine PISA-OECD-Schlagzeile! „Jeder 5. Schüler scheitert an leichten Aufgaben“

10. Februar 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Bildungssystem und seine Krankheiten

Seit Ende der 1960ziger Jahre verspricht die Politik in Deutschland, mit unterschiedlichen Ansätzen, die Bildung in Deutschland zu verbessern!!!?

 

Seit der PISA-Studie 2000 wird alle 3 Jahre eine Studie gemacht, mit der Auswirkung, dass 1 – 1,5 Milliarden Euro pro Jahr (Tendenz steigend) in Deutschland aus PRIVATEN HAUSHALTEN, dass heißt direkt von den Eltern bezahlt!, in die Bildung der Kinder investiert wird.

Für die Lernverbesserung dieser Kinder hat die Politik NICHTS getan!

 

Abgesehen davon, ist diese Art der Bildungsunterstützung nur in bemittelten Haushalten möglich! Die NICHT-bemittelten Haushalte können sich diese Art der Förderung ihrer Kinder finanziell nicht leisten!!!

 

Das erneute Resultat der PISA-Studie 2015, dass die Schüler, die an „leichten Aufgaben“ scheitern, oft aus sozialschwachen Familien stammen, kann man durchaus mit der Tatsache in Verbindung bringen, dass diese Familien kein privates Geld haben, ihre Kinder außerhalb eines staatlichen Bildungssystems zu puschen.

 

Soziale Gleichstellung für alle Kinder ist derzeit hier in Deutschland nicht vorhanden.

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Um die Schüler zum Abitur zu bekommen, bezahlen Eltern ca. 1 – 1,5 Milliarden Euro pro Jahr (die offizielle Summe alleine hier in Deutschland) für Nachhilfe!

27. Januar 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Bildungssystem und seine Krankheiten

Jeder 7te Schüler bekommt Nachhilfe.

 

Der Trend, dass Eltern ihren Kindern eine gute Schulausbildung und somit Zukunft sichern möchten, steigt immer weiter an.

 

Fast 35 % der deutschen Schüler besuchen das Gymnasium, ein weiterhin steigender Trend.

 

Bleibt die Frage, sind die Kinder in Deutschland schlauer geworden, können sie besser lernen und kann sich unsere Gesellschaft es sich leisten, dass bei diesem Schulmodell 20 % der Kinder (3-17 Jährigen) psychisch krank werden …..

 

Hier ein Zitat von Prof. Dr. Huether, Hirnforscher: „Die Gesellschaft muss sich im Klaren sein, wenn sie so eine starke Selektion durchführt, dass sie damit bestimmte Kinder und Jugendliche erzeugt, die möglicherweise nicht mehr geeignet sind, im 21. Jahrhundert die Stabilität dieser Gesellschaft zu gewährleisten.“

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WorkShop-Leitung

Margarete Menzel

info(at)stadtindianer-verlag.de

 

 

Wer schreibt hier?

Mein Name ist Margarete Menzel und ich schreibe hier über: Fortschritte und Rückschritte der Menschen auf dem Weg in die Gleichberechtigung für alle Menschen.

Es sind Berichte, im Kleinen und Großen, über Schritte, vorwärts und rückwärts, der Begegnungen auf Augenhöhe, international, zwischen Menschen und Menschen – und – Menschen und Umwelt.

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