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BLOG

Die neue Datenschutz-Grundverordnung

22. May 2018, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien

25.05.2018 die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU.

Für uns Blogger hat eine neue Zeitrechnung begonnen....

Unabhängig davon, habe ich mich vorher bereits entschieden, das Bloggen auf Aspekte zu beschränken, die sich zum einen durch das Schreiben an meinem neuen Buch und zum anderen aus meinem Interesse an einer gleichberechtigten Gesellschaft ergeben. Diese Texte werden nur auf meiner Homepage zu lesen sein.

Den Facebook-Account Legasthenie/ADS und Kreativität habe ich bereits gelöscht, da ich dieses Thema für mich beendet habe und nur noch auf Anfrage oder bei Lesungen etwas zu diesem Thema äußern möchte. Rudimente zu diesem Thema werden noch eine Weile auf meinem Blog zu lesen sein.

 

 

 

 

 

 

 


Was sind Schulferien? Ferien von der Schule oder Ferien für die Schule?

23. July 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Kinderrechte, Die Theorie des Lernens X/X, Lernen: in der EIGENEN Zeit

 

 

Die große FERIENFRAGE stellt sich wie jedes Jahr: ist es sinnvoll, wenn Schüler in den Ferien weiter Schulstoff lernen?

In einigen Texten, die ich dazu gelesen habe, über das Für und Wider von Schulstofflernen in den Schulferien, las ich immer wieder folgenden Vergleich: „das Gehirn ist wie ein Muskel der trainiert bleiben sollte, müsste, könnte ….“

Nun, der Vergleich hinkt: denn ein Gehirn besteht aus Nervenzellen, die rein physisch betrachtet, komplett anders aufgebaut sind und komplett anders funktionieren als Muskelzellen.

Wären Nervenzellen wie Muskelzellen, dann würde bei bestem Gehirntraining irgendwann die Schädeldecke vom Anwachsen der Größe des Gehirns weggesprengt werden … bei den größten Denkern unserer Zeit ist dies nicht vorgekommen … und es wird auch nicht vorkommen … WEIL … das Gehirn kein Muskel ist.

Was ist denn dann ein Gehirn, dass wir immer wieder so trainieren sollen wie ….

 

Hier die Erkenntnisse der Hirnforschung:

Unser Gehirn ist ein soziales Organ, das bereits vor der Geburt dafür gemacht ist, in Beziehung zu sein. Es formt sich dadurch, dass wir mit anderen lebenden Wesen in Kontakt sind.

Unser Gehirn lernt automatisch alles, was wir gerade sinnvoll brauchen, damit wir in der Gemeinschaft, in der wir überleben wollen, zurechtkommen. Kein Lehrer der Welt hat einem Schüler den Umgang mit Handys oder Smartphones beigebracht. Die „Schüler“ lernten den Umgang mit dieser Technik, weil diese Technik Teil ihrer Gemeinschaft ist, in der sie überleben wollen oder anders gesagt, in der sie anerkannt sein wollen.

Wenn Schüler …

<<so wie von viele Autoren in Artikeln beschrieben und in verschiedenen Studien herausgefunden wurden (in denen Eltern befragt wurden, nicht die Schüler!!!)…>>

… wenig Sprache und viel Mathematik im Laufe der Ferien vergessen, dann liegt das daran, dass Sprache Teil der Gemeinschaft der Schüler ist und die Art von Mathematik, die gerade unterrichtet wurde, NICHT Teil der Gemeinschaft ist.

 

Die Funktionsweise des Gehirns:

Nervenzellen geben keine Farben und Formen oder Informationen weiter. Jede Nervenzelle gibt immer nur einen Impuls weiter. Wenn der Impuls stark genug ist, wird er weiter gegeben an andere Nervenzellen. Ist er nicht stark genug, wird er nicht weiter transportiert.

Lernen heißt, Verbindungen zwischen den Nervenzellen herstellen.

Da wo bereits Verbindungen bestehen, wird bei gleichem Anreiz, die Verbindung weiter gestärkt bzw. vergrößert.

Immer gleiche Impulse sorgen im Gehirn für ein Verbindungssystem zwischen den Nervenzellen, die dann die Repräsentation der Außenwelt, ob Gesichter, Umgebung, Gehen, Sprache, Schriftsprache, Mathematik, usw. … erinnert und somit abrufbar macht.

Das ist der Grund, weshalb die Schüler, die sich mit Unterrichtsstoff während der Ferien beschäftigen, den Unterrichtsstoff nach den Ferien noch abrufbar haben.

 

Das Wort FERIEN kommt aus dem lateinischen von feriae, d.h. Festtage!!!!

Bei uns in der westlichen Welt, brauchen wir die Schüler nicht mehr für landwirtschaftliche Arbeiten auszubeuten (zur Erinnerung: Herbstferien werden auch heute noch manchmal Kartoffelferien genannt).

Oder wollen/müssen wir die Kinder bereits darauf vorbereiten, dass sie später, wenn sie als Arbeitende dann Urlaub haben, im Urlaub weiterarbeiten wollen/sollen/müssen???!

 

Ferien sind die einzigen Zeiträume, in denen die westlichen Kinder noch den Schutzraum KINDHEIT erfahren können, in dem Kinder und Jugendlichen ihre EIGENEN Lebenserfahrungen machen können, die sie dann bis an ihr Lebensende erinnern werden, weil so gemachte Lebenserfahrungen prägen, weil ein Lernender, alles zu Lernende auf eigens gemachten, sozial gelernten Fähigkeiten aufbaut – somit sorgt ein Schüler mit positiven Ferienerlebnissen für ein hervorragendes Gerüst, damit er in der Schule weiter theoretische Inhalte behalten kann.

Also - auf in die Ferien!

 

P.S.

Ein Schüler, der sich in seinen Schulferien aus FREIEM WILLEN mit Unterrichtsstoff beschäftigen MÖCHTE !!! , kann dies tun … doch bei all den theoretischen Inhalten ist auch dieser Schüler in erster Linie ein soziales Wesen, das die Aufmerksamkeit und Anerkennung der Gemeinschaft zum Leben braucht … so wie Essen, Trinken und Schlafen zum Leben gebraucht werden. ... auch dieser Schüler ist ein Kind …

… also - auf in die Ferien von der Schule!

 

 


Verhalten: angeboren? oder erlernt?

04. May 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Die Theorie des Lernens X/X

In der Hirnforschung hat man erkannt, dass die Entwicklung des Gehirns dem grundsätzlichen Entwicklungsprinzip aller lebenden Systeme folgt =>

=> auch die HirnEntwicklung geschieht durch die vorhandene genetische Grundlage und gleichzeitig durch Umwelteinflüsse. Das heißt, während der vorgeburtlichen Wachstums- und Zellvermehrungszeit der Hirnzellen entstehen Zellverbindungen, die sowohl genetisch gesteuert wachsen, als auch durch Hormonschwankungen, Stress, Hunger, … geprägt wachsen.

=> auf diese Weise kommt es bei aller menschlichen Gleichheit zu individuell angeborenen Fähigkeiten.

Naturvölker schützen ihre Schwangeren auf ganz besondere Weise. Damit wird versucht, die künftigen Mitglieder der Gemeinschaft vor störenden Einflüssen zu schützen. Der Sinn solch einer Maßnahme ist es, für gesunde Nachkommen zu sorgen, die dann auch Verantwortung in der Gemeinschaft übernehmen können und somit den Fortbestand der Gemeinschaft sichern können.

Angeboren oder gelernt: Die Genetik bildet das Fundament, das sich in Wechselwirkung mit der Umwelt und eigenen Erfahrungen entsprechend entwickeln kann.

Studien an eineiigen Zwillingen zeigen sowohl den Umwelteinfluss auf die menschliche Entwicklung als auch angeborenen VerhaltensCharakteristiken. Was davon genetisch festgelegt ist und erlernt, lässt sich z.Z. noch nicht genau festlegen.

Dagegen weiß man, dass Instinkthandlungen und Reflexe angeboren sind, wie z.B. der Saugreflex des Säuglings, der Lidschlag bei drohender Gefahr, das zur Kommunikation und Bestätigung eingesetzte „künstliche“ Lächeln: Damit ein Säugling versorgt wird, kann er durch Schreie auf ein Unwohlsein, wie Hunger, Angst, Langeweile, Müdigkeit, hinweisen und das „künstliche“ Lächeln ist die Antwort, dass der Erwachsene genau das Richtige getan hat.

Bleibt noch die Frage: Weshalb machen angeborene Unterschiede Sinn?

Wenn alle Menschen gleich wären, wäre damit die menschliche Entwicklung zu Ende, THE END!

Doch es ist evolutionär so eingerichtet, dass jedes Kind mit einer einzigartigen Verschaltung seines Gehirns auf die Welt kommt.

Die bei jedem Menschen angelegte individuelle Verschiedenheit seiner genetischen Anlagen, die bei der vorgeburtlichen Hirnentwicklung die BEDINGUNG für das Wachstum und die Verschaltung der Hirnzellen ist => ist der wichtigste Motor unserer menschlichen Entwicklung, ist die Triebfeder unseres Menschseins.

JEDER Mensch ist anders.

Dieses AndersSein ermöglicht uns, sowohl von einander zu lernen als auch uns, von den Anderen abgegrenzt, zu erkennen.


Kinderrechte – Kindergehirne

26. April 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Kinderrechte, Die Theorie des Lernens X/X, Legasthenie/ADS und Kreativität, Bildungssystem und seine Krankheiten

Ein Kinderhirn kann alles das, was ein menschliches Gehirn kann, nur leichter.

Das wurde auch schon von der Hirnforschung belegt:

Das Gehirn erkennt das Neue und legt von dem Neuen eine Repräsentation des äußeren Neuen im Gehirn als innere Entsprechung ab. Dann erkennt das Gehirn weiter Neues und legt wieder eine Repräsentation ab und verknüpft es mit den bereits abgelegten Repräsentationen. Je mehr Neues hinzukommt umso mehr Repräsentationen entstehen und um so mehr wird zwischen den Repräsentationen verknüpft.

Kinderhirne sind besonders empfänglich für alles Neue. Sie speichern ungefiltert alle neuen Erfahrungen ab. Mit den gemachten Erfahrungen treffen sie Entscheidungen, d.h. sie richten sich mit ihrem Erfahrungsschatz auf ihre Umgebung hin aus.

Begegnen wir einem Kind, dass wir als „auffällig“ bezeichnen würden, dann können wir davon ausgehen, dass dieses Kind Erfahrungen gemacht hat, die es darin bestätigen, dass sein „auffälliges“ Verhalten in seiner Umgebung anerkannt ist/war und sein Überleben sichert/sicherte.

Zum Beispiel: Ein VorKindergartenKind turnt überall herum und ist immer weit vorn und die Eltern sind begeistert und loben es ganz doll. Das Kind hat gelernt <überall herum turnen und immer ganz vorn sein> sichert mir die Anerkennung meiner Eltern und dies sichert mir mein Überleben.

Jetzt ist dieses so niedlich aufgeweckte Kind im Kindergarten. Hier geht es auch ums Überleben. Dann ist da auch noch die Konkurrenz der anderen Kinder. Das Kind strengt sich jetzt besonders an mit dem Gelernten <überall herum turnen und immer ganz vorn sein>. Doch hier gelten andere Regeln. Die Regeln der Gruppe. Das Kind wird an das Erlernen der GruppenRegeln mit seinen bereits gemachten Erfahrungen herangehen….. und genau hier braucht es die Hilfe der Gesellschaft.

Mikrobiologisch ist nachgewiesen: Vor 100.000 Jahren war der biologische, evolutionäre Prozess des menschlichen Gehirns beendet.

Alles was danach an Entwicklung stattfand, war NICHT mehr genetischer Natur sondern gesellschaftlicher Natur: erworbenes Wissen, weitergegeben von Generation zu Generation.

Bis zum heutigen Tag…

Mit der aufkommenden Psychoanalyse wurde darüber diskutiert und gestritten, ob das Denken, Fühlen und Handeln des Menschen vom angeborenen Verhaltensprogramm oder von den gemachten Erfahrungen bestimmt werden.!?.

Heute weiß die Hirnforschung bereits, dass das genetische Programm NICHT endgültig die Erscheinungsform festlegt und ausbildet.

Jedes Kind, mit seinen persönlichen Anlagen, bildet seine endgültige Erscheinungsform nach seiner Umgebung aus. Es passt sich, als noch hilfebedürftiges Wesen, an seine direkte Umgebung an. Mit dem Ziel: Überleben.

Es ist die Aufgabe einer ganzen Gesellschaft, nicht alleine der einzelnen Eltern, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, sich mit seinen eigenen Anlagen optimal zu entwickeln.

Der Antrieb des Gehirns ist WISSEN, VERSTEHEN, sich VERSTÄNDLICH machen und damit ist dies auch der Antrieb der Kinder, die ja zu Erwachsenen werden wollen/sollen.

HirnBiologisch ist nun nachgewiesen, was die UrGesellschaften bereits wussten und mit einer Selbstverständlichkeit taten: psychosoziale Wesen zu sein.

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Kinderarbeit, Kindersklaven!

21. April 2016, Margarete M. Menzel - Alle Kategorien, Kinderrechte, Bildungssystem und seine Krankheiten

Die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen geht davon aus, dass jedes sechste Kind unter 15 Jahren auf der Welt arbeiten muss:

 

- 60 Millionen in Lateinamerika (davon 20 Millionen in Brasilien, 11 Millionen in Mexiko, 1 Million in Guatemala und 800.000 in Kolumbien)

- 44 Millionen in Indien

- 15 Millionen in Bangladesh

- in den USA gibt es keine offiziellen Statistiken, laut Berichten sind aber 9 % der Landarbeiter Kinder.

- in China gibt es keine Statistiken über Kinderarbeit, nur eine Schulbesuchsstatistik, nach der 94 % der Kinder die 9 Jahre Schulpflicht einhalten, d. h. 18 Millionen Kinder haben keine abgeschlossene Schulausbildung und es ist zu vermuten, dass die meisten von ihnen mit für den Unterhalt ihrer Familien sorgen.

- In Deutschland haben 40 % aller 12- bis 16-jährigen Schüler einen Nebenjob.

 

Betreffend einer systematisch vorkommenden, ausbeuterischen Kinderarbeit ist davon auszugehen, dass das auch in Deutschland vorkommt. Alleine im Bereich der Prostitution von Minderjährigen, evtl. auch verbunden mit Kinderpornografie, liegen die Schätzungen bei 10.000 – 20.000 Kindern und Jugendlichen alleine in Deutschland; die Dunkelziffer ist wohl weit höher …

 

Nach der UN-Kinderrechtskonvention gilt der Artikel 32: Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung:

(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes an, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt und nicht zu einer Arbeit herangezogen zu werden, die Gefahren mit sich bringen, die Erziehung des Kindes behindern oder die Gesundheit des Kindes oder seine körperliche, geistige, seelische, sittliche oder soziale Entwicklung schädigen könnte.

(2) Die Vertragsstaaten treffen Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um die Durchführung dieses Artikels sicherzustellen. Zu diesem Zweck und unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen anderer internationaler Übereinkünfte werden die Vertragsstaaten insbesondere

a. ein oder mehrere Mindestalter für die Zulassung zur Arbeit festlegen;

b. eine angemessene Regelung der Arbeitszeit und der Arbeitsbedingungen vorsehen;

c. angemessene Strafen oder andere Sanktionen zur wirksamen Durchsetzung dieses Artikels vorsehen.

 

In der UN-Kinderrechtskonvention steht im Artikel 6, dass jedes Kind ein angeborenes Recht auf Leben hat und dass die Vertragsstaaten in größtmöglichem Umfang das Überleben und die Entwicklung des Kindes gewährleisten.

Die verfassten KinderMenschenRechte lassen mit solchen Formulierungen noch viele Möglichkeiten zur Unterdrückung und Ausbeutung von Kindern zu.

Doch der humanistische Weg ist eingeschlagen, MenschenRechte für Kinder seit 1989:

Kinder haben demnach das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen.

Die menschliche Gesellschaft kann den Weg, ALLE ihre Nachkommen fit für die Zukunft zu machen, weiter gehen, wenn Kinderarbeit als billigste Arbeitskraft nicht mehr eingesetzt werden darf. Dies wäre eine konsequente Weiterführung der Befreiung der Kinder vor Unterdrückung und Ausbeutung.

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WorkShop-Leitung

Margarete Menzel

info(at)stadtindianer-verlag.de

 

 

Wer schreibt hier?

Mein Name ist Margarete Menzel und ich schreibe hier über: Fortschritte und Rückschritte der Menschen auf dem Weg in die Gleichberechtigung für alle Menschen.

Es sind Berichte, im Kleinen und Großen, über Schritte, vorwärts und rückwärts, der Begegnungen auf Augenhöhe, international, zwischen Menschen und Menschen – und – Menschen und Umwelt.

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